EU-Prüfkampagne findet bei 53 Prozent von 173 Elektronikgeräten Mängel

5 hours ago

Eine EU-finanzierte Marktüberwachungskampagne hat bei 173 geprüften Elektro- und Elektronikgeräten hohe Raten an verbotenen Stoffen, Kennzeichnungsmängeln und anderen Verstößen festgestellt. Besonders häufig fielen günstige Produkte aus Onlinehandel und Alltagselektronik durch. Why it matters: - Die Prüfkampagne zeigt, dass viele billige Elektronikprodukte im EU-Markt nicht den Chemikalien- und Kennzeichnungsvorgaben entsprechen. - Für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet das ein höheres Risiko bei Produkten, die im Alltag oft genutzt werden. - Für Hersteller, Importeure und Händler steigt der Druck, RoHS-Vorgaben, Dokumentation und CE-Kennzeichnung vor dem Verkauf sauber umzusetzen. What happened: - Eine EU-finanzierte Prüfkampagne untersuchte 173 Elektro- und Elektronikgeräte auf gefährliche Stoffe und Kennzeichnung. - Die Aktivität wurde von der Generaldirektion Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU der Europäischen Kommission (GD GROW) organisiert. - Insgesamt fielen 91 von 173 Produkten durch, also 53 %. - Die Marktüberwachungsbehörden kauften die Geräte in 13 Ländern: Belgien, Estland, Finnland, Deutschland, Irland, Lettland, Luxemburg, den Niederlanden, Norwegen, Polen, Portugal, Schweden und Slowenien. - 104 Proben stammten aus dem stationären Handel und 69 aus dem Onlinehandel. - Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei 10 Euro. The details: - Geprüft wurden 107 günstige, häufig verwendete Elektrogeräte mit USB-Anschluss oder Solarmodul, darunter Ventilatoren, Lautsprecher, Smartwatches, Taschenlampen und Gartenleuchten. - Weitere 32 Proben waren Küchengeräte wie Toaster, Waffeleisen, Mixer, Zitruspressen und elektrische Salzstreuer. - Zusätzlich wurden 22 Geräte für die Körperpflege geprüft, darunter Haartrockner, Warmluftbürsten, Rasierer, Trimmer und Massagegeräte. - Die übrigen Produkte gehörten zu anderen Kategorien. - Die Labore testeten auf Blei, Cadmium, Quecksilber, sechswertiges Chrom, bromierte Flammschutzmittel sowie die Phthalate DEHP, BBP, DBP und DIBP. - Diese Stoffe sind durch die EU-Richtlinie zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe (RoHS) eingeschränkt. - Erhöhte Werte von Blei und Cadmium wurden am häufigsten in Lötstellen gefunden; 82 Proben fielen in diesem Bereich durch. - Weichmacher traten vor allem in der Isolierung und/oder den Ummantelungen von USB-Kabeln, Netzkabeln und Steckern auf, besonders in weichem PVC; 51 Proben fielen deshalb durch. - Bromierte Flammschutzmittel wurden in Hartplastikteilen von fünf Proben entdeckt. - Sechswertiges Chrom wurde in bestimmten Metallschrauben und irisierenden Metallkomponenten von drei Proben festgestellt. - Online gekaufte Produkte fielen häufiger durch als Produkte aus Ladengeschäften: 49 Online-Proben erfüllten die Anforderungen nicht, im stationären Handel waren es 37. - Bei der separaten Prüfung von Kennzeichnung und Dokumentation hatten 41 Produkte Mängel, das sind 24 %. - Zu den Mängeln gehörten eine fehlende, unzureichend sichtbare oder unleserliche CE-Kennzeichnung sowie eine Kennzeichnung, die sich leicht entfernen ließ. - Ebenfalls beanstandet wurde das Fehlen von Angaben zu einer Kontaktstelle in der EU. - Die Behörden informierten Unternehmen über die Mängel und meldeten mehrere Produkte auf Safety Gate, dem EU-Schnellwarnsystem für gefährliche Non-Food-Produkte. - Für die 91 nicht konformen Produkte wurden Maßnahmen ergriffen; am häufigsten wurden sie vom Markt genommen und ihr Verkauf verboten. - Die Behörden raten Verbraucherinnen und Verbrauchern, vor dem Kauf Safety Gate zu prüfen und verdächtig günstige Produkte zu meiden. - Die Behörden empfehlen außerdem, bei Onlinekäufen auf eine EU-Adresse des Verkäufers oder Lieferanten zu achten und die echte CE-Kennzeichnung von Imitationen zu unterscheiden. - Hersteller, Importeure und Händler sollen nur mit zuverlässigen Partnern arbeiten, die EU-Vorschriften einhalten und vollständige Produktdokumentation bereithalten. - Die erforderlichen Unterlagen müssen den Marktüberwachungsbehörden auf Anfrage zur Verfügung stehen. - Eine Kontaktadresse für weitere Informationen lautet jacop2025@esn.eu. - Weitere Informationen stehen auf der offiziellen EU-Seite zur Marktüberwachung . Between the lines: - Die hohe Fehlerquote bei sehr günstigen Produkten deutet darauf hin, dass Preis und Compliance in diesem Marktsegment oft auseinanderlaufen. - Die stärkeren Probleme bei Onlinekäufen sprechen dafür, dass Plattform- und Fernabsatzkontrollen für die EU-Behörden besonders wichtig bleiben. - Die Kombination aus Stoffverstößen und fehlender Kennzeichnung macht es für Käufer schwieriger, riskante Produkte vor dem Kauf zu erkennen. What’s next: - Die Behörden wollen die festgestellten Verstöße weiter verfolgen und Korrekturmaßnahmen von Unternehmen durchsetzen. - JACOP wird EU-weit und in den EFTA-Ländern fortgesetzt, um Marktüberwachung und Prüfkonzepte besser zu koordinieren. - Die Ausgabe 2025 umfasste 11 Produkttypen und soll die Zusammenarbeit zwischen den Marktüberwachungsbehörden weiter stärken. The bottom line: - Die Kampagne zeigt ein klares Vollzugsproblem bei günstiger Elektronik in Europa und unterstreicht die Rolle von Marktüberwachung, Safety Gate und CE-Kontrollen für den Verbraucherschutz.

Disclaimer: This article was produced by AGP Wire with the assistance of artificial intelligence based on original source content and has been refined to improve clarity, structure, and readability. This content is provided on an “as is” basis. While care has been taken in its preparation, it may contain inaccuracies or omissions, and readers should consult the original source and independently verify key information where appropriate. This content is for informational purposes only and does not constitute legal, financial, investment, or other professional advice.

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